Wer hoch hinauf will muss leiden – oder so ähnlich.
Warum muss eigentlich alles hier so verdammt steil sein? Kaum aus dem Guesthouse gestolpert, wartet gleich mal ein schweißtreibendes warm-up auf uns, bis wir endlich den oberen Rand von Namche erreicht haben.

aber dann geht es erstmal recht harmlos weiter


mit den üblichen Begegnungen

und fotogenen Schmankerln.

Im Laufe des Tages und mit der Anzahl der Höhenmeter wird die Gruppe immer stiller und die Lust am fotografieren nimmt mehr und mehr ab. Dafür noch ein paar Kranke mehr.
Die 600 Höhenmeter die wir aufsteigen müssen, werden dann mal eben zu 900 Höhenmetern, weil unser Guide die 300 Höhenmeter Abstieg zwischendrin glatt unter den Tisch fallen gelassen hat. Das Rudel Hunde, das uns den Weg über begleitet hat, hoppelte dabei munter und entspannt das Doppelte.

In Dole bollerte dann das erste Mal der Ofen im Gastraum, noch ganz klassisch mit Holz und Yakdung. In den Zimmern wird es jetzt eisig kalt, alle Klamotten, die getragen werden sollen werden unter den Decken verstaut. Man zieht sich in unglaublichen Tempo um, verzichtet sogar auf die Katzenwäsche oder Zähneputzen, nur schnell einmummeln. Noch schlafe ich wie ein Stein, trotz der Höhe.

Und morgens dann wieder dieses Panorama.
Inzwischen bewegen wir uns über 4000 Höhenmeter, und die Landschaft wird karg. Die Etappen werden kürzer, bleiben aber durch die Höhenluft anstrengend. Ab und zu blitzen wieder ein paar neue weiße Gipfel auf.




Nach einer weiteren eisig-kalten Übernachtung in Machermo

machen wir uns auf den Weg zu unserem letzten Ziel: Gokyo auf 4800 Metern. Dort will nochmal ein Aussichtsberg bestiegen werden, von dem man eine prächtige Sicht auf Mount Everest und Co hat.
Daniel will nach einer schlechten Nacht erstmal nicht weiter, kann sich dann aber doch noch motivieren.

Es sieht so harmlos aus und das wäre es auf 2000 Metern wohl auch. Aber hier wird jeder kleinste Buckel zum Feind.

Auch heute bleibt für Fotografieren, Reden und Quatsch machen wenig Raum, sind wir doch alle mehr oder weniger damit beschäftigt, einen Schritt vor dem anderen zu gehen.
Warum tun wir uns das hier an? Das hat sich zwischendrin wohl jeder mal gefragt.
Die Antwort:
Weil es so wunderschön ist

Und dann ?
Ja dann gibt es nur noch Bilder von oben….
Mein Sauerstoffgehalt im Blut, in Kombination mit einem Infekt, hat es mir nicht erlaubt wieder herunter zu laufen, da musste dann der Helikopter herhalten. Aber keine Sorge: mir geht es gut und ich habe mich immer sicher versorgt gefühlt


Tschüss Berge – hello Kathmandu again!
Ja das war schon ein harter Ritt
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Herzlichen Glückwunsch lieber Daniel! Zum Geburtstag und zum Aufstieg!
Ob du wohl auch mitfliegen durftest?
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Durfte er. Und er saß sogar vorne 😄
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