Man nehme einen gemächlich dahinschlängelnden Fluß zwischen imposanten Karstkegeln; ein kleines Städtchen mit ein paar Dutzend Gästehäusern und ein paar netten Restaurants. Dazu die unaufgeregte Gelassenheit der ortsansässigen laotischen Bevölkerung und ein paar geschäftstüchtige Touranbieter – schon hat man den perfekten Travellertraum, an dem nicht umsonst viele Reisende länger bleiben, als ursprünglich geplant.



Tatsächlich ist uns Nong Khiauw auch schnell ans Herz gewachsen und langweilig ist uns auch nicht geworden.
Neben dem gemütlichem Abhängen


haben wir unserem Bewegungsbedürfnis nachgegeben und haben verschiedene Viewpoints erkundet. Ok, ins Schwitzen und Schnaufen kommt man schon,


dafür gibt es aber auch Zerstreuung am Wegesrand


und die Aussicht ist es auf jeden Fall wert.




Wir haben uns sogar für eine geführte Tages-Trekking-Tour entschieden. Ich war, ehrlich gesagt, ziemlich skeptisch – und was soll ich sagen – wir waren sehr positiv überrascht. Das hatte zu einem guten Teil mit Son, unserem Guide zu tun, der sehr kompetent und ausführlich unsere Fragen versuchte zu beantworten, egal ob es sich um gesellschaftspolitische, ökologische oder bildungsrelevante Themen handelte. Aber ganz große Klasse bewies er im Wald mit seinem Wissen um Pflanzen und ihren Eigenschaften.

Nach einem mehrstündigen Marsch durch landwirtschaftlich genutzte Flächen



sind wir in einem abgelegenen Dorf eingekehrt.


Hier hatte ich die meisten Bedenken, wollte mich nicht als distanzloser Gaffer präsentieren. Letztlich war es leichter und unkomplizierter als gedacht. Wir wurden lecker bekocht aus dem, was zur Verfügung steht;

die Dorfbewohner profitieren auch materiell von diesen Besuchen und können sich zum Beispiel den Bau einer Zisterne und Wasserleitung leisten;

und in einer entspannten Mittagspause entstand eine gegenseitige, wertschätzende, interessierte Atmosphäre. Sehr schön!




Danach ging es dann in den „Urwald“, schon lange kein Primärwald mehr, aber immer noch wild, undurchdringlich, grün und irgendwie monströs.






Son hat sich richtig viel Zeit genommen, uns viel erklärt, gezeigt, probieren lassen – so konnten wir nachvollziehen, wie die Menschen vor Ort den Wald nutzen können – so er ihnen erhalten bleibt.
Nach einem anstrengenden Auf- und Abstieg


haben wir uns mit dem letzten Tageslicht bis zum Fluss durchgeschlagen auf dem uns dann ein Boot wieder bis nach Hause gebracht hat. Ein voller, erfüllender Tag!


